Freitag, 19. Dezember 2008

Post von Franz und Frank-Walter

Was war ich heute überrascht, als ich die Post aus dem elektronischen Briefkasten fischte. Zwar hast du mal wieder nicht geschrieben, aber dafür meine Parteikumpels Franz und Frank-Walter. Ich halte ja generell sehr viel von Mails an einen großen Verteiler. Die sind immer sehr pointiert und man fühlt sich so wärmend angesprochen und integriert.

Auf jeden Fall schreiben Franz und Frank-Walter, dass es jetzt ordentlich losgeht mit dem Wahlkampf und 2009. Ist ja auch alles im Prinzip ganz in Ordnung und ich möchte mich nicht zum Richter über einzelne Formulierungen machen. Aber zwei Aspekte drängen sich mir auf: Das verzweifelte Ringen um das Zepter des sozialen Gedankenguts und der abrupte Wechsel in der Gangart des Textes.

Der erste Punkt scheint mir so etwas wie die Kernproblematik der heutigen SPD zu sein: Statt deutlich zu machen, wie die Konzepte für eine wirklich soziale Gesellschaft aussehen könnten und wie die konkreten Schritte sind, um diese zu erreichen, wird panisch festgestellt, dass andere dem Zeitgeist folgend auch soziale Komponenten in ihre Programme aufnehmen. Und das geht ja nun wirklich nicht, denn wir waren schließlich zuerst da. Ihr könnt jetzt nicht einfach kommen und behaupten, ihr wollt auch was für alle machen, weil wir das nämlich schon lange gesagt haben. Wenn es das ist, was die Spitze meiner Partei für vernünftige Argumentation hält, dann ist endlich wahr geworden was Herbert Grönemeyer schon seit 1986 fordert. Aber ob er das so gemeint hat?

Es ist ja tatsächlich recht wahrscheinlich, dass andere Parteien, die derzeit möglicherweise hier und dort mal eine Idee ausborgen, diese rasch wieder zurückgeben, wenn die Meinung des mächtigen Boulevards (was sagt eigentlich M. Reif zu sozialer Gerechtigkeit?) sich wieder ändert. Aber das herauszustellen sollte doch möglich sein, ohne in kindlichem Starrsinn auf der eigenen Urheberschaft zu beharren. Worauf würde das letztlich hinauslaufen: Wenn die CDU unsere Ideale komplett umsetzt, dann finden wir die aber blöd und behaupten das Gegenteil?

Zum zweiten Aspekt, der leider nur ein stilistischer ist: Was für ein wilder Ritt auf den letzten Worten. Da wird über zwei Absätze geradezu schäumend vor lauter Wahlkampfwut die CDU ("Die Konservativen und ihre Helfer") an den Pranger gestellt und man wähnt sich mitten in einer Wahlkampfveranstaltung auf einem beliebigen Platz in einer beliebigen traditionellen Hochburg. Man ist kurz davor, alle Hemmung abzuwerfen und endlich Teil der rasenden Masse zu werden, da wirft einen der wiehernde Gaul plötzlich in hohem Bogen ab und der wilde Ritt endet auf einer dicken Weichbodenmatte: "Ruhige Feiertage und einen guten Rutsch wünschen wir Dir und ein privat und beruflich erfolgreiches Jahr 2009" Was für ein Abgang :-)

Übrigens: Als ich heute zwischen Wattenscheid und Wattenscheid-West auf der A40 stand war es leider noch zu dunkel, aber ich bin mir sicher, dass der Weihnachtmann mir wieder zulächelte.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Schönen Dank auch für das Lächeln

In einer Welt, in der alles ins Wanken gerät, in der der Sparkassenfachangestellte Banker heißt und in der ich etwas in einem Preisausschreiben gewinne, ist es einfach etwas Wunderbares, wenn einige wenige Konstanten als gegeben angenommen werden können. Meine Konstante ist die A40. Der Stau auf der A40 ist einerseits unvermeidbar und andererseits durch seine Verlässlichkeit auch irgendwie tröstlich. Dennoch wird man natürlich auf Dauer dösig.

Heute wurde das Herumstehen allerdings durch ein Ereignis bewegt, das sich eindeutig für eine Würdigung qualifiziert hat. Zwischen Wattenscheid und Wattenscheid-West ist der Stau seit einigen Wochen am kraftvollsten. Dort ist er Stau, dort darf er's sein. Ich fing gerade an, Zweifel an meiner pünktlichen Ankunft in Düsseldorf herauszuarbeiten, als sich meine Stimmung schlagartig aufhellte. Mein Blick wanderte auf der Suche nach der Bestätigung, dass es Zerstreuung nicht geben würde ziellos umher und wurde nicht fündig: Auf der provisorischen Leitplanke saß ein kleiner Weihnachtsmann, der mir fröhlich zulächelte, ich lächelte zurück und bin eine knappe dreiviertel Stunde später sogar ein wenig zu früh in Düsseldorf eingetroffen. Einen Parkplatz habe ich auch bekommen.

Hier irrte der Führer

Ein wahrer, ein starker Führer muss in der Lage sein, dem Geführten in einer dunklen Stunde ein wenig Licht, im grellen Licht ein wenig Schatten zu geben. Es erfordert Mut oder Verzweifelung, einem Führer zu vertrauen. Ich war bereit zu vertrauen und zu folgen, doch ich wurde enttäuscht. Heute, da ich ein wenig versöhnt bin, durch einen weiteren Eindruck, den der Führer mir vermittelte, bin ich in der Lage über diese Enttäuschung zu schreiben.

Zunächst aber zum erleichternden Erlebnis: "Eddi's Durst- und Wurst-Express" [sic] ist wirklich so gut, wie ihn der "Pommesführer Ruhr" beschreibt. Ich lebe seit einigen Jahren im Epizentrum der internationalen Currywurst-Szene, also Bochum, und weiß daher eine gute Wurst zu würdigen. Eddi sollte man zwar weder mit Fußproblemen noch mit aufwändigen Frisuren aufsuchen, da sich dann das Fehlen von Bestuhlung einerseits und Bedachung andererseits sehr negativ bemerkbar machen könnten. Aber diese spannend-exotische Note der Currysoße wiegt in der Tat vieles auf. Es konnte nicht eindeutig identifiziert werden, was diese Note ausmacht (Piment oder getrocknete Nelken waren letztlich die Favoriten), aber der Gesamteindruck war rund. Auch die Pommes waren tadellos, gleiches gilt für die Mayo.

Nun jedoch zum traurigen Teil: Die Bochumer Buden, die im Pommesführer mit der Höchstwertung bedacht worden sind, sind mir schon seit langer Zeit treue Gefährten, deren treusorgende Unterstützung ich stets gerne in Anspruch nahm. Insofern konnte ich mich also sofort mit der Wertung des Führers identifizieren und stellte mit Freude fest, dass ausgerechnet in Mülheim an der Ruhr ein weiterer mit der Höchstwertung ausgezeichneter Wurstbedarfsaustatter ansässig ist. Dies ist insofern für mich ein Anlass zur Freude, als dass ich regelmäßig bis zu zweimal pro Woche ein bis zwei Stunden im sympathischen Essener Vorort Mülheim damit zubringe, Zeit tot zu schlagen. Letzten Mittwoch fieberte ich dieser Wartezeit geradezu entgegen, grenzenlos war meine Vorfreude, doch ich wurde jäh enttäuscht: Von der Wertung für "Erika's Braterei" [sic] bin ich betrogen worden. Durch die Befragung einiger Mülheimer Urgesteine auf dem Gebiet der schnellen Küche, konnte ich tatsächlich den Kultstatus dieses Etablissements überprüfen, jedoch scheint dieser ausschließlich auf der Portionsgröße der gereichten Speisen zu basieren. Diese ist in der Tat über jeden Zweifel erhaben und auch im Pommesführer korrekt  beschrieben, aber das kann und darf doch niemals alleine zu einer Höchstwertung reichen. Ich will überhaupt nicht sagen, dass die verköstigte Currywurst sonderlich schlecht gewesen ist, aber sie ist doch nichts weiter als durchschnittlich. Wenn man mal davon ausgeht, dass die Erläuterung im Vorwort korrekt und somit die Erwähnung im Pommesführer an sich schon eine Auszeichnung ist und die niedrigste Wertung weiterhin "Zwei Pommes" lautet, dann kann man unter Berufung auf den hohen Kultfaktor vielleicht "Drei Pommes" vergeben. Niemals jedoch ist es statthaft für diese Durchschnittsperformance eine Höchstwertung zu vergeben. Meine Herren von der PoPo 4350: Hier sollte die Beweislage nochmals überprüft werden.

Meiner Meinung nach gehört Mülheim übrigens schon allein für die Straßenführung rund um diese seltsame Brücke in der Nähe der Innenstadt die Stadtrechte entzogen. Aber zum Thema "Kirchturmdenken im Ruhrgebiet" werde ich sicher noch bei anderer Gelegenheit etwas schreiben ;-)

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Sozialbilanz 2008

Im Januar 2008 saß ich bei T aus HH am Frühstückstisch und wir lasen leidlich verkatert in der "Zeit". Im Zeit-Magazin jener Woche gab es einen Bericht über eine Art "Abschiebemanager", ein Bundesbeamter, dessen Job es ist, illegal sich in Deutschland befindliche Menschen wieder in ihr Heimatland zu befördern. Ein begeisternder Artikel, da er sich dem Impuls entzog, ein reifsches S/W-Bild zu erzeugen.

Besonders berührte mich die Teilgeschichte über eine aus einem Land in Afrika (und da sage noch mal einer, US-Amerikaner wären uninteressiert: Ich kann mich schließlich auch nicht an mehr als den Kontinent erinnern...) stammende Familie, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt, allerdings ohne endgültiges Bleiberecht. Nach der Abschiebung der Familie, die noch besondere Dramatik dadurch erhielt, dass der Vater aufgrund einer schweren Krankheit von der Familie getrennt in Deutschland bleiben musste, fing die Gemeinde des Ortes, in der die Familie in den letzten Jahren heimisch geworden ist, an, für die Familie zu kämpfen.

Dieser Bericht führte dazu, dass ich bewegt herumsaß und mich fragte, was ich eigentlich aus meiner privilegierten Situation heraus für andere tue. Nicht besonders überraschend war das Fazit: Nichts. Ich fasste also den Entschluss, dass ich das noch junge Jahr dazu nutzen würde, meine aktive Haltung zur Gesellschaft zu überprüfen und anzupassen.

Gerade habe ich einen Artikel über Gerald Asamoah und dessen Stiftung gelesen, in dem geschildert wurde, wie einem 6-jährigen Mädchen aus Ghana ein Herzfehler operativ korrigiert werden konnte. Natürlich ist mir klar, dass solche Stiftungen vor allem dazu da sind, Steuern zu sparen, aber in diesem Fall ist es einfach nicht zu leugnen, dass mit dem Geld dieser Stiftung etwas ganz Konkretes getan worden ist. Eine Wertung dieser Aktion ist eigentlich an dieser Stelle vollkommen unnötig, denn worauf es mir gerade ankommt ist ja nur: Der Artikel hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, wie es eigentlich um meinen Vorsatz aus dem Januar elf Monate später bestellt ist.

Zur Untermauerung der Ernsthaftigkeit meine Vorhabens, habe ich damals als schnell umzusetzende Maßnahme zunächst mal eine Patenschaft bei Plan übernommen. Das hatte ich schon lange mal vor, insofern kein schlechter Anfang.
Als nachhaltige und mittelfristige Maßnahme habe ich mein baldiges aktives politisches Schaffen gewählt. Eine gute Wahl, denn wie ich finde, kann man an dieser Stelle, insbesondere, wenn man nicht den Weg des Berufspolitikers vor Augen hat, doch einiges für die Allgemeinheit tun. Auch mit diesem Plan gehe ich schon seit Jahren gemeinsam durch das Leben, Seite an Seite, Hand in Hand und doch nie vereint. Allein schon mit Beantwortung der Frage nach der zu wählenden Partei habe ich schon viele Wochen verbracht und das, obwohl eigentlich nur zwei in Frage kommen, wenn man mal davon ausgeht, dass die Linken dann vielleicht doch noch ein Spur zu unseriös sind. Da es jedoch nicht mehr die Zeit des Zauderns, sondern die Zeit des Handelns war, fasste ich also kurzerhand einen Entschluss und entschied mich -ganz gegen den Bundestrend- für die einzige Partei, die meiner Herkunft gerecht werden kann: Die SPD. Die Seite spd.de aufzurufen und den Antrag auf Mitgliedschaft auszufüllen war eins und nun konnte sie kommen, die politische Karriere. Ja, und dabei ist es dann jetzt auch geblieben. Ich habe noch ernsthaft erwogen, zwei oder drei Termine (Ortsvereinssitzungen und politische Schulung für Einsteiger) wahrzunehmen, bin dann aber doch nicht so richtig dazu gekommen.
Was ich als tatsächlichen Schritt in die richtige Richtung empfinde, ist meine Bemühung um berufliche Neuausrichtung, die dazu beitragen wird, dass wenigstens die Kommunikation in meiner näheren Umgebung ein wenig sozialer werden wird.

Die Bilanz ist also durchaus abhängig von der Darstellung. Einerseits sind die Bemühungen ein bisschen in den Startlöchern hängengeblieben und andererseits: Zwei lange im Hinterkopf herumspukende Dinge sind umgesetzt und eine große Veränderung ist auf den Weg gebracht. Eigentlich gar nicht so schlecht. Ich denke, wir behalten das mal im Auge für 2009.

Mir fällt übrigens gerade auf, dass die Rubrik "Leben" auf sueddeutsche.de die Top-Meldungen "VIP-Klick: Kate Hudson - Glücklicher Single", "Wahl zum Krawattenmann - Boxer mit seidigem Accessoire" und "Die Lifestyle-Falle - Wenn Aussehen alles ist" präsentiert. Wenn das Leben ist, dann fällt meine Bilanz eigentlich doch durchweg positiv aus. Ein "Hoch!" auf den Qualitätsjournalismus ;-)

Nachsatz: Ist es nicht unfassbar, dass Asa es auch in diesem Jahr wieder schaffen wird, am Ende der Saison Stammspieler zu sein?

Dienstag, 16. Dezember 2008

Kooperatives Chaos

Mir ist vorhin im morgendlichen Stau etwas aufgefallen: Wenn sich der Verkehrsmob durch ein nahendes blau-blinkendes Ambulanzfahrzeug dazu genötigt sieht, unabhängig vom eigenen Ziel etwas zu erreichen, dann funktioniert das in erstaunlicher Geschwindigkeit. Scheinbar beflügelt durch das gemeinsam Erreichte läuft auch in den Augenblicken danach der Verkehr deutlich zügiger als zuvor und das, obwohl alle Beteiligten wieder ihren eigenen Zielen zustreben. Ist das wieder mal ein Hinweis des Universums an uns alle im Sinne von: "Nun macht mal! Alle an einem Strang ziehen, los, dann wird das schon"?

Der stets eifrige Mathematiker wird sicher mit einer guten Antwort aus der Queuing Theorie aufwarten können. Sie wird nicht nur gut sein, sondern sogar richtig. Denn es gibt einen Beweis und wie sollte etwas, das bewiesen werden kann, falsch sein? Dem Mathematiker mag man ja noch zugestehen, dass er seine Beweise immer und offiziell auf Axiome stützt und wenn es dann doch mal irgendwann und irgendwo passiert, dass irgendjemand eine Zahl n findet zu der es keine Zahl n + 1 gibt, na ja, dann kann man immer noch mal schauen, was man dann mit den ganzen vollständigen Induktionen macht. Da ist er Realist, der Arithmetiker.

Der diskutierende Nichtmathematiker -der durchaus auch ein Mathematiker sein kann, allerdings einer, der gerade nicht mathematisch denkt- hat zwei verschiedene Strategien: Entweder verschleiert er die Existenz der Axiome seines Denkens und lässt sie einfach unerwähnt oder er versucht, seine Diskussionspartner zur Anerkennung seiner Axiome zu zwingen. Wie dem Mathematiker geht es ihm um Widerspruchsfreiheit. Sobald diese erreicht ist, hat er einen Beweis. Und gewonnen hat er auch. Glückwunsch :-)

Würden wir alle gewinnen, wenn wir trotz unterschiedlicher Ziele ein kooperatives Chaos erzeugen würden, in dem es nicht mehr um Widerspruchsfreiheit und Beweise, aber um Freiheit geht? Universum, übernehmen Sie!

Montag, 15. Dezember 2008

Marcel Reif, MacGyver und ich

Marcel Reifs Kommentare bei Fußballspielen sind unerträglich. Dies ist keine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ich bin vom Schicksal hart geschlagen, da ich Anhänger des großen Schalke 04 bin. Gleichzeitig bin ich aber kein sonderlich großer Freund von Massenveranstaltungen. Drei, vier Mal im Jahr bin ich bereit, den stets verdrossenen Fußballfan auch in freier Wildbahn zu beobachten, aber ansonsten verfolge ich die Spiele meines Vereins doch lieber am heimischen Fernseher. Auch wenn es dem königsblauen S04 nun bekanntlich seit geraumer Zeit nicht mehr gelungen ist, Deutscher Meister zu werden, ist es doch nicht zu leugnen, dass er sich erfolgreich in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert hat. Ohne Einschränkung ist dies ein erfreulicher Umstand. Fast. Denn leider bringt dies als zunächst nahezu unbemerkte Nebenerscheinung mit sich, dass Schalke recht häufig Teil des sogenannten Top-Spiels eines Spieltages ist. Man ahnt es schon: Relativ häufig wird dieses Spiel von M. Reif kommentiert. Die Bedeutung von Yin und Yang wird in solchen Momenten überdeutlich.

Vor einigen Jahren habe ich mal gehört, dass ausgerechnet Marcel Reif als der Intellektuelle unter den deutschen Fußballkommentatoren gilt. Für mich ist er nur eines: Die Bild-Zeitung der Kommentatorenszene. Er tut während seiner Kommentare genau das, was Boulevard-Medien zu tun pflegen: Sie schaffen sich ihre Sensationen durch ihre eigene Berichterstattung selbst. Würde man die Kommentare Reifs mal statistisch auswerten, wäre ich sicher, dass "Ha, ich habe es ja gesagt!" die mit Abstand am häufigsten getätigte Aussage ist. Immer wieder erstaunlich ist es, mit welcher Konsequenz Reif eindeutige Tendenzen im aktuellen Spiel ausmacht und diese münden selbstverständlich auch stets in einer Sensation: Tor, rote Karte, Ein- oder Auswechselung und vermutlich war auch das umfallende Gehäuse im Bernabéu-Stadion schon vorhersehbar, immerhin war es ein 1. April. Münden die Tendenzen nicht in einer Sensation, so werden sie einfach durch die nächste ersetzt.

Ein bisschen erinnert er dadurch natürlich auch an den Weltenretter MacGyver: Auch dieser konnte aus dem Nichts bzw. mit einer Flasche Wasser und ein, zwei Grashalmen eine Atombombe (aka Reifsche Sensation) basteln. Und wo wir gerade bei MacGyver sind: Leider hat es sich ergeben, dass mich mein Auto heute morgen mit einem leeren Scheibenwischwasserbehälter konfrontierte. Das ist bei diesem Wetter nicht schön. Aber in einem dieser Momente, in dem man eins ist mit den Naturgesetzen und einfach allem, kam ich auf die große Idee, die Scheiben meines Fahrzeugs von innen zu erhitzen, um von außen Kondenswasser zu erzeugen. Dieses würde es mir dann ermöglichen, meine Scheiben zu reinigen. Hat aber nicht geklappt.

Übrigens kann ich gar nicht finden, dass Marcel Reif ein ausgemachter Schalker-Hasser ist, wie man es so häufig lesen kann. In anderen Spielen ist er genauso unerträglich.